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Bürgerstiftungspreis Hilde Adolf

Was ist der Hilde Adolf Preis?

Seit 2005 wird jährlich der Bürgerstiftungspreis Hilde Adolf ausgelobt, in Erinnerung an die früh verstorbene couragierte Bremer Sozialsenatorin Hilde Adolf. Der Preis will beispielgebende besondere Leistungen des bürgerschaftlichen Engagements und der Bürgerbeteiligung hervorheben.


Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird von der Bremer Tageszeitungen AG / WESER-KURIER gestiftet.


Hilde Adolf Preis 2021: "Solidarität und Zusammenhalt ..."

Der Hilde Adolf Preis 2021 steht unter dem Motto "Solidarität und Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie" und geht an Kathrin Cordes und Doris Ruf. Sie werden für ihr Projekt "MuNaS - Butikke" - Mund-Nasen-Schützer ausgezeichnet.

Sie wollten dem unvorhergesehenen „Zuhausebleiben“ während des ersten Lockdowns einen Sinn geben und anderen Mitmenschen etwas Gutes tun. Aber wie und womit? Was wurde am Anfang überall gebraucht und war nicht da? Mund-Nase-Schützer! Die mehrfach verwendbaren MundNase-Schützer (MuNaS) wurden gegen eine kleine Spende ausgegeben. Der Erlös wurde dann direkt an gemeinnützige Initiativen und Aktionen in Bremen weitergegeben. Eine rundum gute Sache - die auch die Jury überzeugte.

Eberhard Muras mit Kathrin Cordes und Doris Ruf (Foto: Christina Kuhaupt)

Hilde Adolf Preis 2021: Weitere Würdigungen

Zwei weiteren Projekte, die 2021 mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro gewürdigt werden, sind:

"Gemeinsames Singen unter Corona-Bedingungen"
Hier hat das Ehepaar Hannelore und Hermann Mäder - selbst Bewohner einer Senioreneinrichtung - die Initiative ergriffen und ein gemeinsames Singen unter Corona-Bedingungen organisiert. Es wurden bekannte Lieder ausgewählt, Texte kopiert und verteilt. Zu einem festen Termin kamen BewohnerInnen auf ihre Balkone oder an ihre Fenster und "trafen" sich so zu einem gemeinsamen Singen. Einschränkungen und Einsamkeit dieser Zeit konnten für einen Moment vergessen werden.

"Schiffsbesuche - Zuhause in der Fremde" der Bremer Seemannsmission e. V.
Coronabedingte Kontaktbeschränkungen erschwerte auch den Alltag der Seeleute. Während der Liegezeiten in den Häfen war ein Landgang nicht mehr möglich, da die Crews ihre Schiffe nicht verlassen durften. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Seemannsmission waren nun regelmäßig vor Ort, nahmen Wünsche und Bestellungen entgegen und versorgten mit ihren "Schiffsbesuchen" - natürlich unter Einhaltung der AHA-Regeln - die Seeleute mit Zeitschriften, Dingen des Alltags und kleinen Freuden wie Schokolade u. Co.

Ausgezeichnete Preisträger

  • 2021 Kathrin Cordes und Doris Ruf für das Projekt "MuNaS - Butikke" - Mund-Nasen-Schützer
  • 2020 Helga und Reinhard Werner für das Projekt "Bildungsbrücke" und die Aktivitäten ihrer Stiftung
  • 2019 Matthias-Claudius-Gemeinde in der Bremer Neustadt für ihr Mehrgenerationenhaus
  • 2018 Inka Kusen und die Vahrer Löwen
  • 2017 Projekt Stadtteilzeitung „heimatlos“ des Gymnasiums Links der Weser
  • 2016 Verein Kulturpflanzen e.V. für „Ab geht die Lucie“, ein offener Gemeinschaftsgarten auf dem Lucie Flechtmann Platz
  • 2015 „Hilfenetzwerk zur Förderung von Sprach und KulturvermittlerInnen e.V.“ in Arsten und Kattenturm
  • 2014 Bremer Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“ für den besonders mutigen und fantasievollen Einsatz gegen Wohnungsnot
  • 2013 Fluchtraum Bremen e.V. für das Projekt „Sommerpatenschaften“, eine Ferienbetreuung für traumatisierte Flüchtlingskinder
  • 2012 Martinsclub Bremen für das Projekt „Inklusive Stadt Bremen“
  • 2011 Garten der Kulturen, Integrationsprojekt
  • 2010 Crazy Run e.V., eine Freizeitinitiative von behinderten und nicht behinderten Menschen
  • 2009 Elternverein für Bildungsförderung e.V. in Bremen Marßel
  • 2008 Grohner Singpaten im KTH Haus Windeck in Bremen Grohn
  • 2007 Elternverein für psychomotorische Entwicklungsförderung e.V.
  • 2006 Projekt Nachtwanderer Bremen Nord
  • 2005 Zentrum für trauernde Kinder und die Freiwilligenagentur